Skype zensiert in China Textnachrichten

E-GovernmentManagementRegulierung

Der VoIP-Pionier Skype hat eingeräumt, dass der chinesische Partner Tom Online unerwünschte Inhalte aus Textnachrichten filtert, um Vorgaben der Regierung Chinas einzuhalten.

Die Erfüllung der Zensurgesetze sei der einzige Weg, um Geschäfte in dem Land betreiben zu können, sagte Skype-CEO Niklas Zennström in einem Interview mit der Financial Times. Zuvor waren Vorwürfe laut geworden, dass Skype Begriffe wie ‘Falun Gong’ und ‘Dalai Lama’ ausfiltert.

“Tom hat einen Textfilter implementiert, was jeder in diesem Markt tut. So sind die Regeln.” Das sei nichts anderes, als sich in westlichen Ländern an die Bestimmungen zu halten, argumentiert der Firmengründer. Vor Google waren bereits Yahoo und Microsoft wegen ihrer Geschäftspraktiken in China stark in die Kritik geraten

“Ich kann die Gesetze für Firmen in Großbritannien, Deutschland oder den USA mögen oder nicht mögen, aber wenn ich dort Geschäfte mache, muss ich mich dazu an die Regeln halten”, so Zennström. Man könne höchstens versuchen, den eigenen Einfluss geltend zu machen, um das zu ändern. Das Vorgehen von Tom-Skype sei auf keinen Fall ein Risiko für die Nutzer.