Ericsson streicht 350 Stellen in Deutschland

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Ericsson organisiert sich nach der Übernahme von Marconi in Deutschland neu und streicht im Zuge dessen 350 der 2700 Arbeitslätze in der Bundesrepublik.

Betroffen sind die Standorte Backnang, Düsseldorf, Frankfurt und Offenburg. Auf betriebsbedingte Kündigungen wolle man soweit wie möglich verzichten, heißt es beim schwedischen Telekommunikationsausrüster.

Darüber hinaus sieht die deutsche Geschäftsführung zusätzlichen Restrukturierungsbedarf bei der Ericsson Network Services GmbH am Standort Frankfurt am Main. Darüber seien Gespräche mit dem Wirtschaftsausschuss für den 16. Mai geplant. Ericsson will freiwillig scheidenden Mitarbeitern Aufhebungsverträge anbieten und über den Transfer von Mitarbeitern in eine Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft sprechen.

Hintergrund der veränderten Sturktur ist das Ziel, Kosten zu senken. Außerdem erhofft man sich von der Neuausrichtung ein Wachstum im Dienstleistungs- und Managed-Services-Geschäft. Künftig soll neben dem traditionell starken Mobilfunkgeschäft auch der Festnetzbereich mit Teilnehmeranschluss- und Transportnetzen im Fokus stehen.

Die Anpassungen bei Ericsson in Deutschland sind Teil der im Oktober 2005 von Carl-Henric Svanberg, President und CEO von Ericsson, bekannt gegebenen Synergien, die bei der weltweiten Marconi-Integration erzielt werden sollen.