Vista drängt Hersteller vom Sicherheitsmarkt

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Analysten haben sich die Sicherheitsfunktionen in Windows Vista vorgeknöpft und haben schlechte Nachrichten.

Zumindest für die Hersteller von Firewalls und Antispyware. So geht die Yankee Group davon aus, dass die Veröffentlichung des Windows-XP-Nachfolgers nicht nur bei den Betriebssystemen einschlagen wird, sondern dass sich auch der Markt für Sicherheitsprodukte, die auf dieser Plattform aufsetzen, deutlich verändern wird.

“Die Yankee Group erwartet, dass Vista den Markt für Antispyware und Desktop-Firewalls signifikant verkleinern wird”, stellt Analyst Andrew Jaquith in der Studie fest. Doch damit nicht genug: Auch der Bedarf für Verschlüsselung von Festplatten, Geräte-Kontrollen und andere Sicherheitstools, wie etwa Intrusion Prevention, werden neben Vista einen schweren Stand haben.

Alleine bei den Verkäufen von Antiviren-Software rechnen die Experten nicht mit Rückläufen, da in Vista kein entsprechendes Tool vorgesehen ist. Jedoch kommt hier Microsoft mit dem Online-Service Live OneCare-Antivirus in den kommenden Wochen auf den Markt. 

Wichtiger scheinen für Jaquith jedoch der Funktionsumfang in Vista zu sein. Die Firewall und das Spyware-Tool in dem Betriebssystem seien für die meisten Anwender ausreichend. Die Laufwerkverschlüsselung ‘Bit-Locker’ und Verwaltungssoftware für USB-Schnittstellen seien jedoch nur für kleinere Unternehmen verwendbar. Für den Einsatz in größeren Organisationen fehlten einfach bestimmte Management-Features. “Das lässt Raum für Drittanbieter”, ergänzt Jaquith.

Der Analyst schätzt, dass sich die Zahl der Verwundbarkeiten mit Vista um etwa 80 Prozent reduzieren werde. Doch dieser höhere Grad an Sicherheit gehe vor allem zu Lasten von Ausführbarkeit und Nutzbarkeit. “Es ist Sonnenklar, dass Vista die Anwender verärgern wird.” Daher rät Jaquith Unternehmen, Dual-Boot-Macs in Erwägung zu ziehen.