Betrug führt IT-Delikte in Kriminalstatistik an

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Die Vorstellung der Kriminalstatistik 2005 in Deutschland macht deutlich, dass die IT in der Verbrechenswelt einen festen Platz hat.

So sind zwar die polizeilich registrierten Straftaten in Deutschland im Jahr 2005 mit insgesamt 6 Millionen 391.715 Delikten um 3,6 Prozent zurückgegangen. Das ist im Vergleich zu 2004 in absoluten Zahlen um 241.441 weniger. Jedoch wird die IT immer öfter zum Mittel für Verbrechen.

So haben die Betrugsdelikte insgesamt wieder zugenommen, um 0,9 Prozent. Jedoch der Waren- und Warenkreditbetrug ist um 11,5 Prozent und der Computerbetrug gar um 11,9 Prozent gestiegen – das ist der Statistik zufolge überproportional. Wie das Innenministerium mitteilte, ist hier die “Kehrseite der rückläufigen Diebstahlszahlen” zu sehen, da ein verändertes Einkaufs- und Konsumverhalten andere Verbrechen nach sich ziehe. Die Waren würden zunehmend nicht mehr im Geschäft vor Ort ausgesucht, sondern anonym über das Internet bestellt. An die Stelle des klassischen Ladendiebstahls träten deshalb vermehrt Eigentumsdelikte, die mit dem Computer als Tatmittel begangen werden.

Soweit nicht virtuell, sondern noch real eingekauft werde, lösten elektronische Zahlungsmittel immer stärker das Bargeld ab. Um so erfreulicher empfindet Innenminister Wolfgang Schäuble deshalb bei der Vorstellung der Zahlen, dass sich die Zahl des Betrugs mit Geldkarten verringert habe. Hier dürfte sich neben einer vermehrten Nutzung des sicheren PIN-Verfahrens durch den Handel auch die Einführung des Systems KUNO (Kriminalitätsbekämpfung im unbaren Zahlungsverkehr unter Nutzung nichtpolizeilicher Organisationsstrukturen) auswirken, heißt es aus Berlin.