Java tanzt mit Dotnet und Ubuntu

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Höher, schneller, weiter – das scheint das Motto zu sein, das Sun Microsystems der neuen Java-Familie ins Buch schreiben will. Mehr Interoperabilität und Offenheit steht im Fokus.

Einmal ist da die noch junge technische Verbindung mit Microsoft, die nun nach Angaben aus Firmenkreisen erste Früchte trägt: Das Projekt mit dem Decknamen ‘Tango’ verspricht mehr Interoperabilität mit Redmonds Dotnet-Umgebung.

Dahinter verbirgt sich die Web Services Interoperabilitätstechnik (WSIT), die verschiedene Komponenten für Security, Messaging und Quality of Service enthält. Einige davon wurden jetzt laut Sun der Open-Source-Gemeinde zur Verfügung gestellt. Das geschah über die Open Java EE Community innerhalb des Projektes ‘Glassfish’.

Ferner hat der Konzern vier neue Plug-ins für die Netbeans-Umgebung verfügbar gemacht. Dazu gehört eines, das Fehler aufspüren und beseitigen soll, eines, das Echtzeitanwendungen unterstützt, eines, das Web Services in die Dotnet-Welt hinein erweitert und eines, das Entwicklern Zugang zur Grid Utility von Sun gibt.

Neu ist seit der aktuell laufenden Konferenz JavaOne auch, dass die Kunden auf die neue ‘Java Platform Enterprise Edition 5’ zugreifen können. Damit erhalten die Entwickler ein Update für aktuelle Unternehmens-Anwendungen für moderne, serviceorientierte Architekturen. Die Kunden sollen sich so besser auf die Geschäftslogik konzentrieren können.

Von anderer Seite bekommt Java ebenfalls Schützenhilfe: So hat der Softwarekonzern Oracle pünktlich zu Suns Hausmesse angekündigt, seine Ajax-Anstrengungen in Richtung Java ausdehnen zu wollen. Mehr als 100 ehemals proprietäre ‘Application Development Framework’-Bestandteile sind ab sofort Teil des offenen Apache MyFaces Project und damit gehören sie zu einer festen Gemeinde. Ajax à la Oracle wird außerdem in den kommenden Monaten an die JavaFaces-Projekte herangeführt, heißt es vom Firmensitz in Redwood Shores in Kalifornien.

Auf der anderen Seite liebäugelt Jonathan Schwartz, der neue CEO von Sun, offenbar mit der Bündelung von Ubuntu-Linux auf künftigen Sun-Servern. Er sagte, er halte Ubuntu für eine der wichtigsten, “wenn nicht überhaupt die wichtigste Linux-Distribution”.