Deutsche Firmen setzen verstärkt auf ITIL

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Innerhalb der nächsten zwei Jahre werden zwei Drittel der größeren Unternehmen in Deutschland ihre IT-Prozesse nach dem ITIL-Framework gestalten.

Das ist das Ergebnis einer Studie von exagon consultig, für die 318 deutsche Firmen mit mehr als 100 Millionen Euro Umsatz befragt wurden. Derzeit werde ITIL (IT Infrastructure Library) von 37 Prozent der Unternehmen genutzt, um IT-Prozesse zu optimieren.

Als Hauptargument für ITIL nannten zwei Drittel der befragten Manager Kostenreduzierung bei den IT-Services. Daneben wurden vor allem Produktivitätssteigerung durch effizientere Prozesse und die Reduzierung operativer Risiken genannt. Auch die Verbesserung der kundennahen Services spricht nach der Meinung jedes zweiten Managers für den Standard. Compliance-Anforderungen spielen dagegen nur eine untergeordnete Rolle.

“Dies bedeutet nicht nur eine wachsende Wertschätzung der IT-Services in den Unternehmen, sondern sie haben auch ihre elementare Rolle für die Wertschöpfung erkannt”, sagte exagon-Geschäftsführer Werner Stangner. In Sachen Zertifizierung hinken dagegen die meisten Unternehmen nach seinen Worten noch hinterher.

Sie wird derzeit lediglich von 16 Prozent der Unternehmen geplant, weitere 19 Prozent ziehen sie in Erwägung. Andererseits vertreten die Manager mehrheitlich die Ansicht, dass auf diesem Wege unerkannte Schwächen in den IT-Prozessen offen gelegt werden können und durch eine Zertifizierung die Grundlagen für eine nachhaltige Prozessqualität geschaffen wird. “Das Thema Zertifizierung stellt sich tatsächlich erst, wenn ITIL-konforme Strukturen etabliert wurden”, so Stangner.