WM-Livestreams der BBC bedrohen Firmennetze

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Der britische Rundfunk- und TV-Konzern BBC hat einen technischen Hinweis veröffentlicht, mit dem Unternehmen den angebotenen Internet-Livestream von der Fußball-WM blockieren können.

Britischen Medienberichten zufolge sah sich der Broadcaster dazu gezwungen, nachdem Netzwerk-Firmen vor deutlichen Performance-Einbußen und Datenstaus gewarnt hatten, die Auswirkungen auf die Produktivität des Firmennetzes haben könnten.

Vor zwei Wochen hatte die BBC den Service mit viel Tamtam vorgestellt. Neben den Spielen bietet BBCi zusätzlich Streams mit Highlights, Analysen und alternativen Kommentaren während der Spiele. Sogar ein Rahmenprogramm für die Zeit zwischen Ab- und Anpfiff hat der Sender zusammengestellt. Sehr erfolgreich, mehr als 1,3 Millionen Fans sollen eigenen Angaben zufolge die Seite seit Beginn des Turniers besucht haben.

Es gab aber schon einmal Stress mit dem stark promoteten Angebot. Die Unternehmen, die den Stream für ihre Mitarbeiter während der Bürozeiten zulassen, müssen eine Lizenz erwerben, sonst drohen Strafzahlungen in Höhe von bis zu 1000 englischen Pfund. Nicht alle Firmen haben das getan.

Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1998 in Frankreich hatte es solche Livestreams auch schon gegeben. Damals wurden keine Zwischenfälle mit kollabierenden Firmennetzen gemeldet.