Cisco forciert WLAN und Software-Vertrieb

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Beim Netzwerkkonzern Cisco wird man sich künftig noch stärker als bisher auf das Thema Mobilität konzentrieren. Und auch an der Art und Weise, wie der Konzern Software verkauft, soll geschraubt werden.

“Wir sind ein Mobility-Unternehmen”, sagte Alan Cohen, Manager des Cisco-Bereichs Wireless Networking Business während einer Anwenderkonferenz in Las Vegas. “Die Themen Wireless und Mobility haben bei Cisco höchste Priorität.”

Vor diesem Hintergrund stellte der Konzern während der Veranstaltung die neue Appliance ‘Catalyst 3750g’ und die Version 4 der Software ‘Unified Wireless Network’ vor. Beide Lösungen sollen es einfacher machen, mobile Netzwerke einzusetzen und zu verwalten. Hinzu kommen neue Sicherheits-Features.

Cisco bemüht sich bereits seit einigen Jahren um den WLAN-Markt (Wireless Local Area Network), den der Konzern inzwischen mit einem Marktanteil von rund 60 Prozent beherrscht. Bereits jetzt gehört das Thema Wireless zu den Geschäftsbereichen, von denen sich das Unternehmen in den kommenden fünf Jahren Einnahmen von rund einer Milliarde Dollar verspricht. Doch in Zukunft soll Mobility nach dem Willen der Manager eine noch prominentere Rolle in der Cisco-Strategie spielen, da mehr Anwender ihre Netzwerkkabel kappen werden. 

“Anwender aller Firmengrößen verstehen Mobility zunehmend als Geschäftsargument”, so Cohen. Dazu gehörten nicht nur neue Wege, um Laptops an Firmennetze anzubinden, sondern beispielsweise auch neue Dual-Mode-Mobiltelefone. Diese lassen sich während der Arbeit mit einem WiFi-Netz und außerhalb des Büros mit dem Handynetz verbinden.

Gleichzeitig kündigte Cisco-CEO John Chambers an, den Software-Vertrieb des Konzerns zu überarbeiten. Bislang bietet Cisco seine Software, zum Beispiel das Betriebssystem IOS, als Teil seiner Support-Verträge an, die die Anwender beim Kauf eines Geräts bekommen. Künftig soll die Software getrennt abgerechnet werden – dadurch sollen die Anwender eine klarere Vorstellung davon bekommen, welche Software sie kaufen und welche Features es gibt.

“Wir zeigen den Anwendern für was sie zahlen und überlassen ihnen die Entscheidung – das macht am meisten Sinn”, erklärte Chambers den Grund für den geplanten Wechsel. “Es gibt einige Elemente unserer Software-Strategie, die immer gebündelt sein werden. Andere werden sich weiter entwickeln und es den Nutzern ermöglichen zu wählen, was sie wollen.”

Die Hälfte aller Cisco-Ingenieure sind laut Chambers Software-Ingenieure, “aber noch immer verkaufen wir Software wie ein Hardware-Produkt”. Weitere Details oder auch Zeitpläne nannte er nicht. Die Anwender sollten sich dennoch auf einen einschneidenden Wandel einstellen im Hinblick darauf, wie Software gekauft wird.