Benq-Stellen in Deutschland gefährdet

Management

Einem Zeitungsbericht zufolge sollen die Stellen der Angestellten von Benq, der ehemaligen Handysparte von Siemens, akut gefährdet sein.

Demnach soll jeder vierte Arbeitsplatz obsolet werden. Das betrifft ein Viertel der 3300 Benq-Mitarbeiter in Deutschland, will die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung aus Managerkreisen erfahren haben.

Demnach wolle Clemens Joos, der CEO von Benq Mobile, die Kosten noch im laufenden Geschäftsjahr um 500 Millionen Euro herunterfahren. Zu den Gründen für die massiven Sparmaßnahmen wurde jedoch nichts bekannt. Allerdings laufen für die etwa 1900 Produktionsarbeiter in Kamp-Lintfort und Bocholt die in wochenlangen Auseinandersetzungen erstrittenen Standortgarantien Ende des Jahres aus. Die 1400 Münchner Benq-Mitarbeiter in Entwicklung, Marketing und Verwaltung hatten sich anlässlich des Kaufs nicht um besonderen Kündigungsschutz bemüht, für sie gebe es keine solchen Vereinbarungen, so das Blatt.

Wie das Blatt weiter berichtet, handle es sich um den erwarteten Übergang von der deutschen Mutter zum taiwanesischen Unternehmen nach dem Verkauf im Sommer 2005. Und um den Versuch, die schon bei Siemens kränkelnde Sparte aus der Verlustzone zu führen. Doch genau dieser Punkt ist es nun, der die Stellenreduktion noch hinauszögert: Der Lieferengpass der neuen Handymodelle an die Geschäfte und Fachhändler erschwere die zügige Umsetzung der geplanten Maßnahmen, so der Bericht.