Die erotische Seite der IT

Enterprise

Dass Bäuerinnen sexy sein können und sich nicht bewegen wie ein Ackergaul, erfahren wir seit einiger Zeit jährlich in den Erotik-Kalendern zum Thema. Auch Frauen in der IT müssen mit einem wenig wohlwollenden Image leben. Das soll sich jetzt ändern.

In dem ‘IT Screen Goddesses Calendar 2006-2007’ sind Frauen abgelichtet, die ihr Geld in der IT verdienen. Sie sind Operations Manager, CIO, CEO oder Webdesigner und haben es satt, als Nerds in Frauenkleidern gesehen zu werden, die noch nicht einmal den Hauch von Weiblichkeit verbreiteten.

So manche Frau habe sich nicht im Rock in die Arbeit getraut, aus Angst, gerade im Technologiebereich nicht ernst genommen zu werden. Damit müsse Schluss sein, fordern sie. Durchweg alle portraitierten Frauen sehen den Kalender als Chance, das Berufsbild der Frau in der IT geradezurücken. Keine von ihnen muss sich in dieser Hinsicht noch etwas beweisen, alle sind erfolgreich. Die IT sei schon lange nicht mehr nur Männern vorbehalten.

Die erotischen Posen der ganz und garnicht burschikosen Frauen hat auch die Präsidentin von ‘Women in Technology’ überzeugt. Barbara ist seit 1984 in der IT dabei, zeitgleich mit den ersten Desktop-PCs sozusagen. Sie setzt sich für ein modernes Frauenverständnis bei Technologie-Berufen ein – und hat auch gleich posiert.

Jennifer, Analystin und Programmiererin, war beim Shooting sogar schwanger. Sie wollte trotzdem unbedingt dabei sein, um anderen Frauen zu zeigen, dass sich Weiblichkeit und Technik nicht ausschließen. Und damit meint sie nicht den Kalender des Reifenherstellers Pirelli, der bei Männern als erotischster Bildband überhaupt Jahr für Jahr aus anderen Gründen heiß begehrt ist.