Chinesischer Web-Reporter zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt

E-GovernmentManagementProjekteRegulierungService-Provider

In China ist ein weiterer Internet-Reporter verhaftet und verurteilt worden.

Er muss eine Strafe von zwei Jahren absitzen. Y. Li wurde am Donnerstag verurteilt, weil er angeblich die Unwahrheit geschrieben haben soll.

Der chinesische Staat wirft ihm vor, die Fakten gestreckt und manipuliert zu haben. So soll er dem Ansehen Chinas geschadet, und sogar subversive Aktionen in Kauf genommen haben. Mehrere Organisationen und Personen aus dem Ausland begleiteten Lis Prozess und forderten seine Freilassung.

Er war fest angestellter Reporter der Zeitung Bijie Daily und wurde im September verhaftet, weil er zwei Essays gegen den Staat verfasst hatte. Im Februar fand die erste Verhandlung statt, die Liste der Anklagepunkte wurde verlesen. Er soll in den Essays beispielsweise zum Sturz der Regierung aufgerufen haben. Seine Briefe habe er mit ‘Night Wolf’ unterzeichnet.

Lis Ehefrau rechnet nicht vor September mit seiner Rückkehr. Sein Anwalt ist allerdings erleichtert. Er sagte, der internationale Druck habe wesentlich dazu beigetragen, dass die Strafe nicht so hart ausgefallen sei, wie es die Gesetze in China bei solchen Staatsfeinden erlaubten.