Forschungsminister investiert in intelligente Kleidung

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Die Möglichkeiten reichen weit, deshalb setzt der Forschungsminister 15 Millionen Euro für die Erforschung “intelligenter Kleidung” ein.

Dann könnte beispielsweise ein T-Shirt über mikroskopisch kleine Netzsysteme den Puls und die Körpertemperatur des Trägers an den Arzt übermitteln und heute verwendete, teure Systeme überflüssig machen. Diese Idee reizt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in Berlin. Und deshalb stellte das Ministerium jetzt einen Topf mit 15 Millionen Euro auf den Tisch.

Einer Mitteilung des VDI/ VDE Innovation und Technik zufolge liegen dem Ministerium bereits 50 Ideenskizzen für Entwicklungsprojekte dafür vor. Es sei zu erwarten, dass ein Dutzend dieser Projekte gefördert werden kann, teilt der Projektträger des Ministeriums mit.

“Intelligent” nennt man Textilien, die durch Mikrosysteme im textilen Material mehr können, als an- und ausgezogen zu werden. Davon soll vor allem die mittelständisch geprägte deutsche Textilindustrie wieder Schwung bekommen. Auf dem Gebiet der technischen Textilien nehmen deutsche Textilunternehmen schon jetzt eine internationale Spitzenstellung ein, heißt es aus Berlin.

Anwendungsgebiete liegen vor allem in der Gesundheitsbranche. Die Forscher denken laut über Verbände nach, die den Heilungsprozess von Wunden verfolgen können. Schutzanzüge der Feuerwehr sollen eigenständig ihre Klimatisierung regeln. Neben der Umsetzung solcher Anwendungen für Gesundheit und Sicherheit fördert das BMBF die Entwicklung neuer textilbasierter Mikrosystemtechnologien. Dazu gehören neue Sensoren, leuchtende Textilien sowie Aufbau- und Verbindungstechniken.