HP und Dell auf der Grünen Liste für Elektroschrott

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Hewlett-Packard (HP) und Dell haben verschiedene Geräte so angepasst, dass sie auf einer sogenannten Grünen Liste stehen, also als umweltfreundlich eingestuft werden.

Die beiden Computerhersteller vermelden, dass sie mehrere Dutzend Geräte registriert und zertifiziert haben, so dass sie auf der Liste 1680 des Gremiums IEEE  (Institute of Electrical and Electronics Engineers) auftauchen dürfen, der sogenannten Grünen Liste.

Dell hat damit 28, Hewlett-Packard 32 Produkten den Zugang zu einer neu eingerichteten Datenbank verschafft, in der vor allem US-Regierungsorganisationen nach umwelttechnisch unbedenklicheren Produkten suchen können. Die EPEAT (Electronic Product Environmental Assessment Tool) wurde für die Überprüfung und Suche nach Produkten eingerichtet, die den IEEE-Standards für Computerhersteller entsprechen. Hier können Großkunden – wie bei Lebensmitteln die Inhaltsstoffe – bei Computern und IT-Geräten die verwendeten Materialien und deren Gefahren für die Gesundheit bei Produktion, Verwendung und Entsorgung prüfen.

Für die einzelnen Produkte von Laptops über PCs bis hin zu Bildschirmen und Elektronik vergibt die seit Montag verfügbare Datenbank Auszeichnungen, an denen sich die potentiellen Kunden orientieren können: Bronze, Silber und Gold bescheinigen die Unbedenklichkeitsrate. Dabei müssen die in dem Electronic Products Environmental Assessment Tool (EPEAT) gelisteten Produkte 23 Kriterien unbedingt erfüllen. 28 optionale Kriterien können noch hinzukommen. Produkte mit Bronzeauszeichung erfüllen demnach alle notwendigen Auflagen, Silber und Gold bekommen die Produkte, die noch dazu 50 beziehungsweise 75 Prozent der zusätzlichen optionalen Kriterien erfüllen.

Für die Hersteller wird die Frage, ob ihre Produkte in der EPEAT-Datenbank sind, zum Totschlagargument, sofern sie Regierungsaufträge haben wollen. Das amerikanische Umweltministerium hat schließlich verfügt, dass sich die Staaten dem Gedanken annähern sollten, nur noch umweltgerechte IT zu kaufen. Diesem Ansatz sind die ersten Staaten bereits mit millionenschweren Ausschreibungen gefolgt. Firmen wie Dell, HP und Apple positionieren sich hierfür. Sie gelten als Vorreiter, auch wenn es um die Umsetzung der europäischen Elektroschrott-Richtlinie RoHS geht. Diese gilt bereits.

Die Hersteller, die sich hier zertifiziert haben, wollen ihre nach den strengen europäischen Umweltrichtlinien gefertigten Produkte zum internationalen Exportschlager machen. Die US-Variante EPEAT hat gegenüber der europäischen Richtlinie den Vorteil, dass ein Online-Tool schnell und sicher Informationen für Produktgruppen bereithält, was die Entscheidungsfindung für US-Kunden erleichtern kann.