Infineon rüstet US-Reisepässe aus

Management

Der Münchner Halbleiterkonzern Infineon beliefert die USA mit Sicherheitschips für elektronische Reisepässe.

“Infineon beliefert damit das größte nationale Passprojekt der Welt”, teilte der Konzern mit. Der Auftrag sei strategisch von großer Bedeutung, ein Auftragsvolumen wurde nicht genannt.

Die US-Regierung wolle die ersten mit Chips ausgerüsteten Pässe Ende dieses Jahres ausgeben, hieß es von Infineon. Im ersten Jahr sollten rund 15 Millionen US-Bürger mit den neuen Pässen ausgestattet werden. Schätzungen zufolge sind in den USA derzeit 67 Millionen Pässe in Umlauf. Weltweit existieren nach Angaben von Infineon 900 Millionen Reisepässe; 125 Millionen würden jährlich neu ausgestellt.

Auf den Infineon-Chips sind Name, Passnummer, Geburtsdaten und biometrische Gesichtsdaten des Passinhabers verschlüsselt gespeichert. Infineon ist nun einer von mehreren Anbietern, die die Chips liefern. “Unsere Chips haben die weltweit strengsten Sicherheitstest bestanden”, so Infineon-Manager Christopher Cook. Das Unternehmen verkaufe nun die Sicherheitschips an mehr als 20 US-Staaten, die elektronische Reisepässe einführen oder Testläufe durchführen.