Linux-Programmierer Andrew Morton geht zu Google

BetriebssystemManagementOpen SourceSoftwareWorkspace

Andrew Morton, leitender Programmierer des Linux-Kernels 2.6, hat eine Stelle bei Google angenommen.

Das soll aber nicht mit seinen Linux-Aufgaben kollidieren, er will sie weiterhin wahrnehmen. Morton hat seinen neuen Job bereits am Montag vergangener Woche angetreten.

Wie er dem Magazin Linux Today sagte, verändere sich nur die Umgebung, nicht die tägliche Aufgabe. Das sei schon früher so gewesen, als er auf der Gehaltsliste der Firma Diego Interactive gestanden hatte, jedoch auf einer von der Open Source Development Labs (OSDL) geschaffenen Stelle war und sich den ganzen Tag um den Kernel kümmern konnte. Ähnlich beschreibt er seine neuen Aufgaben.

Immerhin habe sich Google in jüngster Zeit immer mehr für Linuxfragen interessiert. Bei Diego hingegen habe es Veränderungen gegeben, die bedeutet hätten, dass “Linus Torvalds rechte Hand”, wie er oft genannt wird, sich weniger mit dem Kernel hätte beschäftigen können.

Wie er sagte, sei ihm von der OSDL ein Vollzeit-Home-Office-Job angeboten worden. Er habe es aber vorgezogen, ab und zu mit Kollegen zusammen zu sein. Daher habe er sich nach einem neuen Arbeitsplatz umgesehen. Auf der Gehaltsliste von Google rechnet er sich demnach mehr Unabhängigkeit aus, weil Google eine eigene Kernel-Variante habe, seine Arbeit kollidiere also nicht direkt mit den kommerziellen Interessen des neuen Arbeitgebers.