Microsoft schließt DRM-Lücke

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Microsoft hat seine Digital Rights Management Software (DRM) erneuert.

Das teilte Marcus Matthias, Microsoft Senior Product Manager Windows Client Division, der US-Presse mit. Demnach hat der Konzern seine Lösung Windows Media DRM aktualisiert, um sie gegen einen Bruch des Kopierschutzes zu schützen. 

Hintergrund ist, dass anonyme Entwickler vor einigen Tagen die Software ‘FairUse4WM’ veröffentlicht hatten. Diese versetzt Anwender in die Lage, Windows Media DRM 10 und 11 auszuhebeln. Im Abo-Modell erstandene Musik konnte so über ihr Ablaufdatum hinaus verwendet werden.

In einem Test gelang es damit, aus dem Napster-Shop heruntergeladene Songs auf einem Mac-Rechner abzuspielen. Dasselbe war auch mit Musikstücken möglich, die über Yahoo Music gekauft wurden. Unternehmen wie Napster und Yahoo setzen bei ihren Musikshops auf das Microsoft-Format.

Die Autoren von FairUse4WM wollen nach eigenen Angaben nicht die illegale Verbreitung von Musikdateien fördern, sondern die Stücke im Rahmen des ‘Fair Use’ ohne Umstände hörbar machen. Microsoft sieht das freilich anders. Man wolle jetzt mit den Partnerunternehmen zusammenarbeiten, um den neuen Kopierschutz schnell einzusetzen, hieß es von Matthias.