Dell-Nutzer müssen vier Wochen auf Ersatz-Akkus warten

CloudEnterpriseServer

Nachdem Dell Millionen Notebooks wegen Batterieproblemen zurückgerufen hat, hat der weltweit größte PC-Hersteller die Anwender auf eine längere Wartezeit eingestellt. Der Austausch der Lithium-Ionen-Akkus werde vier Wochen dauern.

Im Rahmen der größten Rückrufaktion in der US-Geschichte müssen insgesamt 4,1 Millionen von Sony hergestellte Batterien ausgetauscht werden – wegen eines Produktionsfehlers besteht die Gefahr, dass sie in Flammen aufgehen. Solange sie keinen Austausch-Akku haben, sollten Anwender Geräte mit den betroffenen Batterien nicht nutzen, warnt Dell.

Unternehmen, in denen Tausende Dell-Laptops zum Einsatz kommen, stehen nun vor der zeitraubenden Aufgabe, den Akku jedes Laptops zu überprüfen, diejenigen zu identifizieren, die ausgetauscht werden müssen – um dann auf die Ersatz-Batterie zu warten und den Austausch durchzuführen. Innerhalb eines Tages sind bei Dell mehr als 80.000 Anfragen bezüglich der Rückrufaktion eingegangen und 23 Millionen Nutzer informierten sich auf der Webseite des Unternehmens.

“Wir verstehen, dass sich die betroffenen Anwender darüber Gedanken machen, wann sie eine Ersatz-Batterie bekommen. Wir wissen wie wichtig es ist, mit dem Laptop mobil zu bleiben und wir arbeiten fieberhaft daran, alle betroffenen Kunden zufrieden zu stellen”, heißt es im Unternehmens-Blog von Dell. “Im Augenblick dauert es 20 Tage, bis ein Ersatz-Akku beim Kunden ist.”

Anwender können zwar auf Akkus von Drittherstellern zurückgreifen, ohne dass die Garantie davon betroffen ist – Dell rät jedoch dringend dazu auf eine Originalbatterie zu warten. Die Rückrufaktion hat nicht nur verheerende Folgen für den Ruf von Dell und Sony, sondern könnte Sony auch 400 Millionen Dollar kosten.

Wie jetzt bekannt wurde, war das Problem bei Sony und Dell bereits vor zehn Monaten bekannt – da man die tatsächliche Gefahr der fehlerhaften Akkus jedoch unterschätzt hatte, hatte man sich gegen eine Rückrufaktion entschieden. Sony und Dell hätten im Oktober 2005 und noch einmal im Februar 2006 über Produktionsprobleme bei den Sony-Batterien diskutiert, sagte Sony-Sprecher Rick Clancy. In der Folge habe Sony den Herstellungsprozess geändert.

“Wir hatten bis vor kurzem keinen Nachweis für Unfälle. Es gab zwar Berichte, aber wir wussten nicht, ob die äußeren Umstände an den Zwischenfällen Schuld waren oder das System an sich.”