In diesem Jahr kein Flash Player für Linux mehr

BetriebssystemEnterpriseOpen SourceProjekteSoftwareSoftware-HerstellerWorkspace

Der Flash Player von Adobe wird vorerst der Windows- und Mac-Welt vorbehalten bleiben.

Der Hersteller der vor allem im Internet millionenfach genutzten Software hat keinen Zweifel daran gelassen, dass es mit der Portierung des Players auf Linux mindestens 2007 werden wird.

Das erklärte Mike Melanson, der das Linux-Flash-Team bei Adobe leitet, in einem Blog. Für den Mac und vor allem für Windows will Adobe noch in diesem Jahr eine voll ausgestattete Beta der Version 9 veröffentlichen.

Linux-Nutzer, sollen noch nicht einmal eine Alpha-Version der Portierung zu Gesicht bekommen. 2004 hat Adobe die letzte Version des Flash-Spielers für Linux veröffentlicht. Auch eine Portierung des Codes der derzeit aktuellen Version 8 hat der Hersteller übersprungen.

Damit sind aber unter Linux viele Anwendungen, die derzeit im Netz auf der Basis von Version 8 geschrieben wurden, nicht lauffähig. Denn die einzelnen Features der verschiedenen Flash-Versionen sind nicht immer kompatibel.

Nun gelobte Adobe, dass 2007 eine Version 9 für Linux auf den Markt kommen soll. Wegen des kurzen Release-Zyklus’ von zehn Monaten zwischen Version 8 und 9 für Windows und Mac habe sich das Unternehmen entschlossen, Version 8 für Linux zu überspringen.

Der Unmut wächst, nicht nur bei den Anwendern, sondern auch bei Linux-affinen Adobe- und ehemaligen Macromedia-Mitarbeitern, wie zum Beispiel Melanson. Inzwischen murren auch Analysten, die sich ernsthaft die Frage stellen, wie viel von der ‘Cross-Over’-Philosophie von Flash noch übrig ist.