Bei SpiralFrog zahlen User Downloads mit ‘Werbung gucken’

Management

Ein neues Geschäftsmodell für den legalen Download von Musik und Videos könnte die gesamte Branche auf den Kopf stellen. Der Clou: Alles ist kostenlos.

Ein New Yorker Start-up namens SpiralFrog könnte Musik-Downloads aus dem Internet revolutionieren. Statt für heruntergeladene Stücke Geld zu bezahlen, muss der Anwender Werbebanner auf der Seite akzeptieren. Im Vergleich zu teilweise hohen Gebühren für einzelne Songs ist das eine durchaus reizvolle Alternative.

Die Downloads sind legal, sollen von guter Qualität sein und der Anbieter hat sogar bereits ein Musikschwergewicht auf seiner Seite. Die Universal Music Group, die unter anderem U2 oder No-Doubt-Sängerin Gwen Stefani unter Vertrag hat, hat sich als Partner bereit erklärt und stellt ihr Verzeichnis von Tausenden Musikstücken zur Verfügung. Angeblich steht der Anbieter schon mit weiteren Labels in Kontakt.

SpiralFrog-Chef Robin Kent glaubt fest an sein Geschäftsmodell. Das Publikum sei der Traum eines jeden Werbers, so Kent, weil die Hauptzielgruppe die 13- bis 34-Jährigen seien. Bei entsprechender Werbung, die zu den Songs und den Künstlern passt oder sonstwie mit Musik zu tun hat, mache es den Usern auch nichts aus, für Downloads mit ‘Werbung gucken’ zu ‘bezahlen’. Die Labels kommen zu ihrem Geld, indem sie sich die Werbeinnahmen mit SpiralFrog teilen. Wie viel Geld dabei am Ende herum kommt, ist jetzt noch nicht zu sagen. Aber noch in diesem Jahr will man mit der Beta starten.

Sollte das Konzept erfolgreich sein, werden das vor allem die kostenpflichtigen Angebote zu spüren bekommen. Auch iTunes beispielsweise wirbt wie SpiralFrog mit virenfreien und qualitätsreichen Downloads, allerdings verlangt Apple dafür Geld.