Hardware ist Problemkind, IT-Services Klassenbester

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Der Markt für Informationstechnik und Telekommunikation in Deutschland wird sich nach Einschätzung des Branchenverbandes Bitkom im kommenden Jahr schwächer als bislang erwartet entwickeln.

So prognostiziert der Verband für 2007 jetzt nur noch ein Wachstum um 1,6 Prozent – bisher war der Bitkom von einem Umsatzplus von 2,0 Prozent ausgegangen. Das laufende Jahr wird dafür etwas besser ausfallen als zunächst erwartet. Der Markt werde um 2,5 Prozent auf 146,4 Milliarden Euro wachsen.

“Die Bereiche Software und IT-Services laufen sehr gut. Es gibt aber auch einige Segmente, in denen sich der Wettbewerb weiter verschärft, die Preise verfallen und die Umsätze zurückgehen”, sagte Bitkom-Präsident Willi Berchtold. Vor allem bei PCs und in der Festnetztelefonie habe es Umsatzeinbußen gegeben.

“Den Computer-Produzenten hat die Fußball-WM weniger genützt als geschadet”, so Berchtold. Viele Verbraucher hätten sich für einen Flachbildfernseher statt für ein neues Notebook entschieden. Trotz rückläufiger Umsätze würden aber die Verkaufszahlen bei PCs und Druckersystemen weiter ansteigen. “Das zeigt, wie intensiv der Preiswettbewerb im Hardware-Segment ist.”

Ungebrochen hoch ist die Nachfrage dagegen bei gewerblichen Kunden, die ihre Geschäftsprozesse digitalisieren. Der Software-Markt legt laut Bitkom 2006 um 5,5 Prozent auf 17 Milliarden Euro zu. Ähnlich dynamisch entwickelt sich der Markt für IT-Dienstleistungen mit einem Plus von 4,5 Prozent auf 29 Milliarden Euro. Dieses Wachstumstempo werde in den kommenden Jahren gehalten.