Nortel wird zum Service Provider

Management

Nortel will es nicht, wie CEO Zafirofsky vor kurzem ankündigte, bei der Software belassen, sondern sich nun auch zum Service Provider mausern.

Vor wenigen Tagen hat es Mike Zafirovsky schon einmal deutlich gemacht. Der angeschlagene Konzern Nortel will sich einer Verjüngungskur unterwerfen. Daher prüft das Unternehmen einzelne Geschäftsbereiche und stößt diese gegebenenfalls ab, wie der Verkauf einiger Teile der UMTS-Gruppe an Alcatel zeigt.

Doch Zafirofsky erklärte auch, dass das Unternehmen, das hauptsächlich als TK-Ausrüster gesehen wird, nun auch vermehrt auf Software setzen will. Zentral ist hier ein Abkommen mit dem Software-Hersteller Microsoft. Angetrieben vom Potential dieser Kooperation hat man bei Nortel nun einen Geschäftsbereich wieder entdeckt: Services.

“Wir wollen in denn nächsten drei bis fünf Jahren den Umsatz mit Services verdoppeln”, so Dietmar Wendt, President Nortel Global Services, gegenüber silicon.de. Das ist auch in einem Markt, dem für die kommenden Jahre 8 Prozent Wachstum vorausgesagt werden, ein ehrgeiziges Ziel. “Um das zu erreichen, müssen wir schneller als der Markt wachsen.

Trotz Wachstum ächzt mancher Provider unter Überkapazitäten. Dennoch ist Wendt optimistisch. Ziel ist es, Microsoft-Office-Produkte in eine Kommunikationsinfrastruktur zu integrieren, die verlässliche und vor allem bruchlose Kommunikation ermöglicht. Neben der verbreiteten Office-Plattform und Active Directory will Nortel zudem auch Web-Anwendungen und andere serviceorientierte Architekturen in eine nahtlose Kommunikationsplattform integrieren.

Vor allem in komplexen heterogenen Umgebungen und speziell im Netzwerkbereich sieht Wendt die Stärke Nortels und somit Wachstumspotential für den Serivce-Arm des kanadischen Unternehmens. Durch die exklusive Kooperation mit Microsoft sei das Unternehmen zudem in einer ‘Poleposition’ gegenüber Mitbewerbern. “Wir sind voll integriert, andere sind nur teilintegriert”, fügt Wendt an.