Milliardendeal auf dem US-Chipmarkt?

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In den USA zeichnet sich nach einem Bericht der New York Times die größte fremdkapitalisierte Unternehmensübernahme in der Technologiebranche ab.

Ein Konsortium von Investmentfirmen wolle für umgerechnet 12,6 Milliarden Euro den Chiphersteller Freescale Semiconductor übernehmen. Die Verhandlungen hätten am Sonntagabend kurz vor dem Abschluss gestanden, schrieb das Blatt unter Berufung auf Personen, die über die Gespräche informiert seien.

Zu dem Konsortium gehören der Zeitung zufolge die Investmentgesellschaften Texas Pacific Group, Blackstone Group und Permira. Die Carlyle Group – die derzeit auch als Interessent an der Telecom-Italia-Tochter TIM gehandelt wird  – und Bain Capital könnten noch hinzukommen.

Freescale war 2004 von Motorola getrennt worden, ist laut New York Times der zehntgrößte Chiphersteller der Welt und brachte es 2005 auf einen Umsatz von 5,8 Milliarden Dollar. Freescale bietet Spezialchips für Handys, Autos und andere Produkte an – zu den Kunden gehören unter anderem Motorola, Sony, der Haushaltsgeräteanbieter Whirlpool, Cisco Systems und Autohersteller wie Mercedes, BMW, Ford, Hyundai und General Motors.