IT-Leiter frustriert Marketing-Blabla der Speicherhersteller

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Einer Umfrage zufolge sind erschreckend viele IT-Manager mit ihren Storage-Lieferanten nicht zufrieden, ja sogar frustiert.

Die Hälfte der befragten Administratoren sind unzufrieden damit, dass die Anbieter schlicht nicht zuhören. 49 Prozent sagen, die Hersteller nehmen nicht auf, was das Unternehmen wünscht. Über 50 Prozent erklärten sogar, sich bei der Entscheidung nicht unterstützt zu fühlen.

Sie vermissen direkte Gespräche, ihnen fehlt eine brauchbare Vorbereitung in Form von beispielsweise Case Studies und sie bemängeln, dass die Hersteller Dinge versprechen, die sie am Ende nicht halten können, heißt es in der Studie, die der US-Softwarehersteller Bocada unter rund 180 CIOs und IT-Leitern in Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern durchgeführt hat.

Am meisten frustriert sie, das oft “Äpfel mit Birnen verglichen” würden und keine Hilfe bei der Evaluierung zu erwarten sei. Außerdem seien die Preismodelle kompliziert, ebenso die Produktauswahl, und spezielle Funktionen eines Systems erhalte man nur auf Nachfrage. Überhaupt sei die Ausbeute bei der Informationsbeschaffung eher gering. Oftmals werde einem das Marketing-Blabla serviert, ohne zu erfahren, was das System wirklich könne und welches Problem die Machine oder die Software im Unternehmen gezielt lösen werde. Den Befragten sind mehr als 120 Kritikpunkte eingefallen.

Auch wenn die Umfrage in einem relativ kleinen Kreis stattgefunden hat, muss sie den Anbietern doch zu einem ungünstigen Zeitpunkt kommen. Immerhin ist der Storage-Markt an neuen Technologien und Potenzial kaum noch zu fassen und viele Hesteller reden über Services, die sie dem Kunden angedeihen lassen wollen, weil das zum einen wichtig und zum anderen natürlich ein Köder ist. Die IT und insbesondere Speicher sind kompliziert und schreien nach Übersicht, die unter anderem Hersteller mit ihren Diensten erreichen können. Ein solch niederschmetterndes Ergebnis kann die Branche nicht gebrauchen.