Windows-Patch zerstört Dateien

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Die Fehlerkette bei Microsofts Sicherheits-Patches reißt nicht ab. Wie jetzt bekannt wurde, kann ein in diesem Monat veröffentlichter Softwareflicken Dateien zerstören.

Das Update aus dem Security Bulletin MS06-049 sollte eigentlich eine Sicherheitslücke im Kernel von Windows 2000 mit Service Pack 4 schließen, die es einem Angreifer erlauben könnte, erweiterte Benutzerrechte zu bekommen. Unter bestimmten Umständen zerstört das Sicherheits-Patch jedoch Dateien, so dass diese nicht mehr lesbar sind.

Zu dem Datenverlust kann es kommen, wenn das Dateisystem NTFS verwendet wird und die Kompression für einige Verzeichnisse aktiviert wurde. Dann werden alle Dateien, die neu angelegt oder verändert werden und größer als 4 Kilobyte sind, unlesbar.

Microsoft hat inzwischen reagiert und einen Hotfix veröffentlicht, der diesen Fehler rückgängig macht. Ein korrigiertes Patch steht jedoch noch aus. Microsoft empfiehlt, den Hotfix nur dann zu installieren, wenn man von diesem Problemen auch wirklich betroffen ist. Daher steht er nur auf Nachfrage bei Microsoft zum Download bereit.