Holografischer Speicher im Archiv

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Eine OEM-Vereinbarung mit einem deutschen Unternehmen sorgt dafür, dass der Speicherspezialist InPhase ein Archivsystem präsentieren kann, das auf holografischem Speicher basiert.

Den Vertrag hat InPhase mit DSM Handhabungssysteme geschlossen, einem Anbieter von Massenspeicher-Systemen und Jukeboxen mit Sitz in Norddeutschland. Zusammen mit DSM will das Unternehmen Mitte des Jahres die patentierten Laufwerke ‘Tapestry 300R’ auf den Markt bringen und eine Enterprise-Class-fähige optische Speicherlösung anbieten.

Das Laufwerk speichert nach Angaben des Herstellers 300 GByte Daten auf einer einzigen 5 1/4 Zoll Disk bei Transferraten von 160 Mbit/s. Zusammen mit den Jukebox-Systemen soll die kapazitätsreichste optische Storage-Lösung entstehen.

Die ersten Angebote richten sich vor allem an Anwender in den Bereichen Broadcast, öffentliche Verwaltung sowie Gesundheitswesen. InPhase glaubt, mit dem Konzept den Nerv vieler Unternehmen getroffen zu haben. Die Daten auf Festplatten zu lagern könnten sich viele nicht leisten und Tapes seien langfristig gesehen auch keine Lösung, da die Recovery-Zeiten zu lange seien, kommt Liz Murphy, Marketing Vice President beim Hersteller, in der US-Presse zu Wort.

Und auch DSM verspricht sich eine große Zukunft. Wer Speicher im Petabyte-Bereich benötige, sei hier genau richtig, sagte Immo Gathmann, Sales Director bei DSM. “Wir können weiter gehen als Tape Backup für kritische Daten und wir haben neue Weg parat, wie man RAID-Systeme neu partitionieren kann”, so Gathmann.

Holografischem Speicher wird vor allem eine hohe Speicherdichte nachgesagt, und auch die Transferraten für Backup und Recovery könnten im Highend-Segment auf freudige Gesichter stoßen.