EMC verstärkt eigene VTL-Präsenz

Management

Warum kauft der Storage-Spezialist EMC Assets eines VTL-Herstellers, wenn er einen OEM-Vertrag mit FalconStor hat? Möglicherweise aus taktischen Gründen.

Das vermuten Experten, die von dem Deal gehört haben. Derzeit berichtet die US-Presse von der Storage World Conference in Boston und dort soll dann auch Mark Lewis, Executive Vice President und Chief Development Officer von EMC, selbst erzählt haben, dass es sich bei dem Erwerb um einen “taktischen Kauf” handele.

Wie viel Geld EMC für Neartek auf den Tisch legt, wollte Lewis nicht erzählen, aber die Übernahme bringe EMC näher an die Virtual-Tape-Technologie heran. Er hofft sogar, dass sich die Akquisition als eine Art technischer Goldesel herausstellt. Vielleicht lagere noch ein Schatz irgendwo in den Assets wie auf einem Dachboden, von dem man nicht weiß was einen erwartet. Er könnte aber auch die Katze im Sack gekauft haben.

Denn Branchenbeobachter glauben, die Neartek-Lösung sei nicht das ausgereifteste Produkt am Markt, so ein Analyst in den US-Medien. Der Kauf könnte also doch primär taktische Gründe haben. Denn mit einer eigenen Technologie könnte EMC FalconStor unter Druck setzen und hätte ein Argument, die bestehenden Verträge inklusive der Preise so zu belassen oder gar zu den eigenen Gunsen zu modifizieren.

Dass EMC generell keinen Fehler macht, wenn es VTL-Technik sein Eigen nennen kann, zeigen jünste Studien. Danach wird der Markt erwachsen und die Technologie findet zunehmen mehr Akzeptanz. So sind Network Appliance schon im Geschäft, Diligent und Hitachi Data Systems blasen ins gleiche Horn.