Zweifelhafte Surfgewohnheiten im US-Innenministerium

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Die Gute Nachricht zuerst. Auch Beamte können den Computer nutzen, leider nicht immer im Sinne des Arbeitgebers.

Im US-Innenministerium scheint es hoch herzugehen, vor allem dann wenn ein Computer an ist. Die Untersuchung ‘Excessive Indulgences’ der Surfgewohnheiten im amerikanischen Innenministerium bringt wahrlich delikates auf den Tisch.

Mit eindeutig Zweideutigem, Online-Spielen, Online-Auktionen und Glückspiel über das Internet verkürzten sich die Beamten den Büroalltag. Eine Woche lang überprüfte ein Kontrollgremium das Surfverhalten der Angestellten.

In über 4700 Fällen wurde in den Amtsstuben auf pornografische Seiten und Glückspielportale zugegriffen. Knapp 8000 der 80.000 Beschäftigten im US-Innenministerium brachten während dieser Woche über 2000 Stunden auf Ebay und anderen Online-Auktionen zu.

Aufs Jahr hochgerechnet würde das bedeuten, dass 50 Angestellte sich ein Jahr lang mit Ebay beschäftigen. In einem besonders schweren Fall griff ein Rechner während einer Woche fast 2400 mal auf Spielseiten im Internet zu und verbrachte während einer Arbeitswoche rund 14 Stunden auf den Seiten. Die verlorene Arbeitszeit kalkulieren die Revisoren des Ministeriums auf rund 100.000 Stunden, die rund 2 Millionen Dollar kosten würden.

Der Report bemängelt, dass dies trotz des ausdrücklichen Verbotes durch die Bestimmungen am Arbeitsplatz geschehen sei. Earl Devaney, der Autor der Untersuchung erklärt, dass ohne strenge und ministeriumsweite Kontrollen dieser Misstand nicht verschwinden werde und möglicherweise noch steigen könnte.