3Com muss sich Huawei mit anderen teilen

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Das Joint Venture zwischen 3Com und dem chinesischen Telekommunikationsanbieter Huawei (H-3C) wird neu geordnet.

Drei US-amerikanische Private-Equity-Firmen bieten um die Anteile von H-3C. Die Angebote von Silver Lake Partners, Bain Capital sowie Texas Pacific schwanken zwischen 1 Milliarde und 1,5 Milliarden Dollar.

Wie das Wall Street Journal berichtet, hält 3Com derzeit 51 Prozent des Joint Ventures, das die Beteiligten 2003 geschlossen haben. Zu der damaligen Vereinbarung zählte auch, dass sowohl 3Com als auch Huawei das Recht haben, ab dem 15. November dieses Jahres in ein Bieterverfahren für das jeweilige Firmenkapital des anderen einzusteigen.

Voraussichtlich wird Huawei mit 20 Prozent bis 30 Prozent in der Partnerschaft verbleiben, meinte laut der Zeitung ein mit den Verhandlungen Vertrauter. Wenn die Chinesen es darauf anlegen würden, könnten sie sogar die Anteile 3Coms übernehmen, hieß es.

Das scheint aber nicht gewünscht zu sein, hat H-3C die Equity-Firmen doch selbst eingeladen. Auch 3Com nimmt selbstverständlich an der Verhandlungen teil. Für den Chairman, Eric Benhamou, ist “das Chinageschäft eine wichtige Stütze”, erklärte er gegenüber dem Blatt. 3Com hat Huawei einen geringeren Nettoverlust im vergangenen Quartal als im Jahr zuvor zu verdanken.

Abgesehen davon will der US-Netzwerker seinen Einsatz in Asien eher vergrößern als verkleinern. Nicht zuletzt deshalb ging Anfang August CEO Scott Murray, der vor allem wegen der wachsenden Aufgabe in China aufgab. Die würden soviel Zeit in Anspruch nehmen, dass seine Familie darunter litte, erklärte er seinerzeit.