Yahoo bringt IE7 noch vor Microsoft

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Microsoft hat jetzt die lang erwartete Vollversion des Internet Explorer 7 (IE7) für Windows XP veröffentlicht.

Der Browser kann von der Webseite des Unternehmens heruntergeladen werden und wird im November auch über Microsofts automatischen Update-Service ausgeliefert. Bemerkenswert: Einige Stunden bevor Microsoft seine eigene Version veröffentlicht hatte, hatte bereits Yahoo eine maßgeschneiderte Version des Browsers auf seiner Webseite zur Verfügung gestellt.    

In diese Version ist voreingestellt die Toolbar und das Suchtool von Yahoo integriert. Außerdem werden die beiden Homepages Yahoo und Yahoo News unterstützt. Grundsätzlich läuft der IE7 unter Windows XP mit Service Pack 2, der 64-bit-Version von XP, oder unter Windows Server 2003 mit Service Pack 1. Im Augenblick ist der Browser nur in Englisch erhältlich, andere Sprachen sollen in den kommenden Wochen folgen.

Die Software ist eine Art “Teilmenge” des IE7, der gemeinsam mit Windows Vista auf den Markt kommen wird. Die Vista-Version des Browsers wird jedoch zwei zusätzliche Security-Features beinhalten – einen geschützten Modus und einen Kontrollmechanismus für Eltern – die in der jetzt veröffentlichten XP-Variante noch nicht integriert sind.

Abgesehen davon bietet der IE7 bereits jetzt integrierten RSS-Support (Really Simple Syndication), Tabbed-Browsing und verbesserte Sicherheitsfeatures – unter anderem einen Anti-Phishing-Filter, der Nutzer davor schützen soll, auf bekannte Phishing-Seiten hereinzufallen. Microsoft hofft, mit dem neuen Browser Marktanteile zurückzuholen, die man zuvor an den Firefox verloren hat. 

Wenig positiv auf den Ruf des IE7 dürfte sich allerdings auswirken, dass keine 24 Stunden nach der Veröffentlichung, bereits die erste Sicherheitslücke aufgetaucht ist. Die dänische IT-Sicherheitsfirma Secunia warnt vor einer Schwachstelle, über die Hacker an persönliche Daten von Anwendern gelangen können. Die Lücke wird jedoch als wenig kritisch eingestuft. Secunia bietet einen Test an, mit dem Nutzer prüfen können, ob ihr Browser ebenfalls betroffen ist.