Lenovo sagt CeBIT Ade

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Manchmal kommt es anders als man denkt. Da wollte sich der neue Besitzer der ehemaligen PC-Sparte von IBM weiter jährlich in Hannover tummeln – jetzt mag Lenovo nicht mehr.

“Wir wollen die Prioritäten anders setzen”, verkündete ein Lenovo-Sprecher laut der Financial Times Deutschland. Das wollen andere auch, hatten doch bereits auch Motorola und Nokia ihre Teilnahme an der IT-Messe 2007 abgesagt.

Das liegt wohl vor allem an einer Konkurrenzveranstaltung. Die Internationale Funkausstellung (Ifa) in Berlin findet seit 2005 jährlich statt und zieht immer mehr Hersteller von Unterhaltungselektronik, die bislang auf der CeBIT vertreten waren, an. E-Plus und Philips blieben der Messe in Hannover schon in diesem Jahr fern.

Auch andere Anbieter verlagern ihren Schwerpunkt langsam in Richtung Berlin. “Ich würde meine Hand nicht dafür ins Feuer legen, dass wir 2008 noch so stark auf der CeBIT präsent sein werden wie in den vergangenen Jahren”, sagte Michael Kurpiers, Samsung-Marketingchef in Deutschland, der FTD. Samsung zählte bislang zu den größten Herstellern, weil das Unternehmen neben Unterhaltungselektronik auch Computer und Bürotechnik herstellt. Aber zwei große Messen im Jahr seien fast nicht zu schaffen. Wenn man wählen müsse, habe die IFA “klar Priorität”.

Die CeBIT richtete sich bisher stärker an Geschäftskunden. Dies war in den vergangenen Jahren immer wieder von den Ausstellern kritisiert worden. Jetzt, so scheint es, wandern die Kritiker ab. Und nun steht die Messe vor der Frage, ob der Geschäftskundenbereich nicht doch wieder höher gehängt werden muss, weil man gegen die IFA als Unterhaltungsmesse keine Chance mehr hat.