Vista soll nicht automatisch auf IE7 upgraden

E-GovernmentManagementProjekteRegulierungSoftware-Hersteller

Nach den Auflagen für Microsofts Vista-Betriebssystem im Zusammenhang mit Sicherheitsfunktionen kommen jetzt neue Probleme hinzu.

Die Europäische Kommission findet nicht gut, dass Vista Default Upgrades vom Internet Explorer 6 auf IE7 enthält. Der neue Browser ist letzte Woche veröffentlicht worden und soll erwartungsgemäß über das automatische Update-System Microsofts auf die Rechner kommen.

Außerdem reibt sich Brüssel an der XML-Paper-Spezifikation (XPS), die Microsoft-Formate und Rechte unter anderem für die Verteilung und Archivierung von Dokumenten definiert, die innerhalb der Spezifikation erstellt worden sind. Die Kommission möchte, dass XPS ein offener Standard wird, erklärte Ben Fathi, Corporate Vice President der Microsoft Security-Technology-Abteilung, auf einer Veranstaltung in Nizza. Microsoft aber hat sich lediglich dazu durchgerungen, XPS über eine, wenn auch, kostenlose Lizenz zur Verfügung zu stellen.

Bereits vor Wochen hatte die EU Bedenken hinsichtlich der Sicherheitsmechanismen in Vista geäußert, die ähnlich angelegt sind wie jetzt das Browser-Update. Auch bei der Security geht es darum, dass Vista vordefinierte Sicherheits-Upgrades installiert und das einen Nachteil für den Anwender bedeuten könnte, wie die Kommission meint. 

Und zuletzt wehrten sich McAfee und Symantec gegen Vista mit der Begründung, Microsoft wolle die beiden Hersteller und andere Mitbewerber aus dem luktrativen Security-Markt drängen. Redmond gab schließlich nach und wird nun Kernel-Informationen sowie APIs bereitstellen, damit auch die Konkurrenz ihre Produkte auf Vista vorbereiten kann.