Handy-Viren auf dem Vormarsch

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Nach wie vor sind Viren für Handys und Telefone die Ausnahme, doch auch hier wächst die Bedrohung.

Vor allem Japan aber auch Europa könnten von einer Welle neuartiger Viren, Trojaner und Würmer erfasst werden, die es einzig und alleine auf Telefone abgesehen haben.

Solche Viren könnten den Anwender teuer zu stehen kommen. Ein noch relativ junges Beispiel ist ‘Redbrowser’. Ein Browser aus den Tiefen Russlands, der Support für verschiedene kabellose Protokolle bietet. Er tarnt sich als Freeware. Einmal installiert leitet er SMS-Nachrichten, die der Anwender absenden will um und berechnet für jede Mitteilung zwischen 5 und 6 Dollar.

Die Malware ‘Cardtrap’ nistet sich auf Speicherkarten von Mobiltelefonen ein. Wenn der Anwender seine Dateien mit dem Rechner synchronisieren will, dann breitet sich die Schad-Software weiter aus.

Auch ‘Doomboot’ ist ein Beispiel für eine der neuen Bedrohungen fürs Handy. Dieser Schad-Code gibt vor, ein Spiel zu sein. Installiert der Anwender die Datei, dann arbeitet das Handy weiter, bis zum nächsten Neustart.

Nun sagen Experten den mobilen Viren eine ähnliche Entwicklung wie den PC-Schädlingen voraus: Die Viren werden immer professioneller und je leistungsfähiger und je mehr Funktionen die Handhelds bieten, desto interessanter wird diese Plattform für Hacker.

Daher raten Experten, dass Anwender in Unternehmen auf keinen Fall Programme installieren sollten, die nicht aus vertrauenswürdigen Quellen stammen; gleiches Gilt für Attatchments an Mails. Zudem sollten Administratoren dafür Sorge tragen, dass entsprechende Schutzprogramme auf den Endgeräten installiert werden. Kabellose Schnittstellen wie Infrarot oder Bluetooth sollten ebenfalls gesichert werden.