Roaming von WiFi und GSM

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DiVitas Network, ein kalifornisches Start-up, will WiFi- und GSM-Netze mit einem Headset verbinden.

Mit dem Headset, so das Unternehmen, könne unterbrechungsfrei zwischen WiFi-Netzen und einem Anschluss über ein GSM-Netz gewechselt werden, je nach dem, welcher Dienst gerade verfügbar ist.

Vor allem an mobile Mitarbeiter richtet sich die Entwicklung. Mit den Sprachverbindungen über IP könnten Unternehmen zudem ihre Kosten senken, heißt es. Daneben können die Anwender auch auf Unternehmensanwendungen und die darin enthaltenen Informationen zugreifen.

In erster Linie jedoch sei diese Anwendung für Sprachdienste vorgesehen. “Wir erweitern alle Funktionen eines verkabelten Telefons und bringen es auf ein Mobiltelefon”, erklärt Vivek Khuller, CEO von DiVitas.

Diesen Dienst realisiert DiVitas über eine Appliance, die sich ins Datenzentrum des Unternehmens einklinkt und die SIP-Verbindungen (Session Initiation Protocol) aufbaut. Diese Appliance regelt auch das Roaming und Handover von öffentlichen oder internen WiFi-Netzen und den Mobilfunknetzen. Für die Anwender spiele es dabei keine Rolle, in welchem Netz sie sich gerade befinden. Die Verbindungen ließen sich selbst bei Autofahrten halten, heißt es von DiVitas. Das Unternehmen verfolgt dabei die Philosophie, “so viel WiFi wie möglich”.

Setzt ein Anwender einen Anruf über das Mobilfunknetz ab, so wird dieser über die Appliance geroutet. Verfügt der Teilnehmer über einen Anschluss an ein WiFi-Netz so leitet die Appliance den Datenaustausch über das Funknetz. Verlässt der Teilnehmer die Netzabdeckung, wird die Verbindung an ein Mobilfunknetz überreicht. Erreicht das Mobilteil wieder ein verfügbares WiFi-Netz, leitet die Appliance den Datenverkehr wieder auf das WLAN um.

Dabei sollen sich die Kosten etwa im Bereich einer Desktop-Anwendung bewegen. Neben den Sprachdiensten sollen Anwender auch auf ihre Anwendungen hinter der Firewall zugreifen können. Als Beispielanwendung führt das Unternehmen einen Arzt an, der den Anruf eines Patienten entgegen nimmt und gleichzeitig über sein Smartphone auf die Krankenakte zugreift. Auch für den Vertrieb sei diese Lösung geeignet.