Mercury gehört endgültig HP

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Mercury Interactive ist jetzt eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von Hewlett-Packard (HP).

HP-Chef Mark Hurd hatte die Übernahme Ende Juli angekündigt – und den Mercury-Aktionären dann insgesamt vier Angebote unterbreitet. Letztlich legte HP je Mercury-Aktie etwa 52 Dollar auf den Tisch. Der Kaufpreis beläuft sich damit auf etwa 4,5 Milliarden Dollar.

HP betrachtet sich somit als “führender Anbieter für Business Technology Optimization (BTO)”. Mit dem Zukauf würden Mercurys Kompetenzen beim Anwendungs-Management, in der Applikations-Bereitstellung sowie die IT-Governance-Lösungen mit HPs Portfolio an Management-Produkten kombiniert, hieß es. HP-Kunden könnten damit unter anderem Geschäftsprozesse auf der Grundlage Service-orientierter Architekturen (SOA) implementieren.

Derweil haben die HP Labs und SAP Research vereinbart, neue Infrastruktur-Lösungen zu entwickeln. Das Ziel des Projektes ‘Adaptive SAP’ ist es, IT-Landschaften zu schaffen, bei denen Unternehmen Hard- und Software nach Bedarf nutzen können – ohne einen ständigen Betrieb aller Komponenten bei voller Last. Das Projekt umfasst Modell-basierte Automatisierung, Virtualisierungs-Techniken, Regel-basierte Anpassungen sowie sichere, verteilte Produktiv- und Test-Umgebungen.

Daneben kooperieren die beiden Unternehmen auch in Bereichen wie der Weiterentwicklung der SOA-Semantik, der Analyse von Geschäftsprozessen sowie dem Erfassen und Verfolgen von Betriebsinventar (Assets) mittels der RFID-Technik. HP und SAP arbeiten seit etwa 17 Jahren zusammen. Viele SAP-Umgebungen basieren auf HPs IT-Infrastrukturkomponenten.