Intel sorgt sich um Datenschutz von Mobilfunk-Nutzern

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Der Chiphersteller Intel hat eine neue Datenschutzlizenz für Software von Mobilfunkgeräten entwickelt. Die Lizenz verpflichtet Hersteller, Nutzer darüber zu informieren, welche Informationen wie lange gespeichert werden.

Intel hat die Lizenz entsprechenden Software-Produkten angefügt, um so die persönlichen Daten von Handy-Besitzern besser zu schützen. Hintergrund ist, dass in immer mehr mobilen Geräten Tracking-Technologien eingesetzt werden, um zielorientierte Services anzubieten.

Auf einem Smartphone oder einem ultramobilen PC arbeitet die entsprechende Software meist mit GPS-Technologie (Global Positioning System), um maßgeschneiderte Informationen zu liefern – beispielsweise nahegelegene Restaurants oder Kinos und deren Programme.

Der Nachteil solcher Features ist, dass die Geräte umgekehrt dazu benützt werden können, um eine Person aufzuspüren, wenn die Positionsdaten nicht geheim gehalten werden. Der Missbrauch solcher Daten können im schlimmsten Fall zu einer physischen Bedrohung werden, befürchtet Intel.

Der Konzern hat deshalb die ‘Eclipse Public License’, die Intel für seine Software-Applikation ‘Privacy Observant Location System’ (POLS) nutzt, mit einem Datenschutz-Zusatz ergänzt. Der Anhang verlangt, dass ein Anbieter den Endnutzer darüber informieren muss, welche Informationen aufgezeichnet und wie lange sie gespeichert werden. Zudem wird von den Entwicklern verlangt, eine Option zu integrieren, durch die der Nutzer solche Einstellungen verändern kann.