US-Supercomputing-Projekt Darpa ohne Sun

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Der Aufbau von Supercomputern der neuesten Generation bis 2010 für Belange der US-Verwaltung wird von IBM und Cray allein gestemmt werden.

Die ‘Defense Advanced Research Projects Agency’ (Darpa) will die neuen Geräte der Petaflop-Klasse mit mehreren hundert Millionen Dollar anschieben. IBM erhält beispielsweise 244 Millionen Dollar für diesen Regierungsauftrag im weiteren Sinne.

Cray, einer der Supercomputing-Pioniere, um die es im Schatten der japanischen NEC letzthin etwas ruhig geworden war, rückt mit einem Schub von 250 Millionen Dollar wieder ins Licht. Cray-CEO Peter Ungaro nannte dies folglich “einen großen Tag für Cray und die Supercomputing-Gemeinde weltweit”.

Dazu gehört, streng genommen, auch Sun Microsystems. Die Kalifornier hatten sich auch um die Gelder bemüht und eigene, innovative Techniken vorgeschlagen. So wollte Sun mit einer drahtlosen Verbindungstechnik namens ‘Proximity Communication’ punkten. Diese erlaubt es Chip-Kommunikation ohne direkten Kontakt zu bauen. Die Ablehnung durch die Darpa lässt auf mangelnde Risikobereitschaft schließen, so wird die größere Erfahrung im Bereich Supercomputing bei IBM und Cray angeführt. Sun hingegen ließ verlauten, der Einsatz habe sich trotz des Neins gelohnt, weil die Technik so schneller fertig geworden sei und nun in kommerziellen Produkten dafür sorgen könnte, dass Sun die Nase vorn hat.