Microsoft entspricht dem Ultimatum der EU

E-GovernmentManagementProjekteRegulierungSoftware-Hersteller

Die EU-Kommission hat bestätigt, dass Microsoft dem jüngsten Ultimatum aus Brüssel Folge geleistet und die angeforderten Informationen zur Verfügung gestellt hat.

EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes hatte von Redmond gefordert, bis zum 23. November Angaben über bestimmte Software-Protokolle in Windows vorzulegen. Für den Versagensfall wurde eine Geldstrafe von bis zu 3 Millionen Euro täglich angedroht.

Die EU-Kommission könne bestätigen, dass Microsoft die geforderte überarbeitete Version der technischen Dokumentation vorgelegt habe, hieß es nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP jetzt aus Brüssel. Der Konzern handele damit in Übereinstimmung mit den Erfordernissen, die sich aus der Entscheidung der EU-Kommission vom März 2004 ergäben. Brüssel hatte Redmond damals mit einer Anti-Kartell-Strafzahlung von 497 Millionen belegt.

Von Microsoft hieß es, man sei darüber erfreut, dass die EU-Kommission die Anstrengungen des Unternehmens anerkenne. Man wolle weiterhin “eng” mit Brüssel kooperieren.

Microsoft und die EU-Kommission arbeiten jedoch nicht nur zusammen, sondern bemühen auch die Anwälte. Vor EU-Gerichten sind derzeit zwei Prozesse Redmond versus Brüssel anhängig. Beobachter gehen davon aus, dass sich die beiden Verfahren über Jahre hinziehen könnten.