Linux für den Power-Prozessor

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IBM blickt auf zwei erfolgreiche Jahre der Initiative ‘Linux on Power’ zurück: Die Zahl der verfügbaren Anwendungen hat sich inzwischen verdoppelt.

Vor etwa zwei Jahren startete IBM das Programm ‘Chiphopper’. Entwickler für die Prozessorarchitektur x86 bekamen von IBM technische Hilfe und Unterstützung bei Marketing-Aktionen für das Portieren von Anwendungen von Intel/AMD auf die IBM-Plattform des Power-Prozessors.

Inzwischen sollen über 2500 Anwendungen für die Hardware verfügbar sein, heißt es von IBM. Der Hersteller verkauft zwar nach wie vor mehr Server mit proprietären Systemen wie etwa ‘System i5’, ehemals OS 400,  oder AIX. Dennoch versucht IBM über eine Öffnung der Plattform weitere Anwendungsfelder und damit neue Märtkte zu erschließen.

Neuester Zugang der Power-Linux-Applikationen ist eine Anwendung des Herstellers Sybase, die Unternehmensprogramme auch auf mobilen Geräten verfügbar macht. Über dieses Programm können Anwender auf Daten aus ERP-Systemen remote zugreifen.

Alleine 2006 wurden über 370 Anwendungen auf die Server der iSeries, pSeries und des BladeCenters portiert. “Die Idee war, die Portierung möglichst einfach zu machen und jetzt sehen wir die Ergebnisse”, erklärte Adam Jollans, IBM Open Source Manager. “Wir profitieren jetzt von dem größeren Ökosystem, das Linux bietet.” So ist inzwischen in einigen Branchen wie dem Gesundheitssektor oder bei Finanzdienstleistern der Einsatz von Linux zum Standard geworden, und auch will hier IBM künftig vertreten sein.