EMI experimentiert mit MP3-Songs ohne Kopierschutz

Management

Der Erfog von iTunes, das mit einem stark reglementierten DRM ausgestattet ist, lässt sich offenbar nur sehr schwer auf andere Plattformen übertragen.

Daher gehen nun auch vermehrt die Großen der Musikbranche dazu über, ihre Produkte ohne Kopierschutz und ohne Digital Rights Management (DRM) anzubieten.

Die Sony-BMG-Tochter Epic war in diesem Sommer das erste große Label, das mit einem DRM-freien Download mit einem Song von Jessica Simpson experimentierte. Das Lied wurde über Yahoo vertrieben.

Nun will offenbar auch EMI Erfahrungen mit DRM-freier Musik machen. Über 7Digital, einem britischen Online-Store soll ‘Littlest Things’ von Lily Allen im MP3-Format ohne DRM vertrieben werden. Branchenbeobachter sehen nun die harte Front der großen Verlage gegen DRM-freie Musik bröckeln. Zumal Paul Birch, Vorstand des internationalen Phonographischen Verbands, kürzlich erklärte, dass Kopierschutz bald der Geschichte angehören werde.

Nun gilt in der Branche der Kopierschutz, für den die Majors gute Gründe anführen, aber als Kaufabschreckung. Anwender wollen ihre Lieder unabhängig von irgendwelchen Playern erstehen, daher schleppen sich die Verkaufszahlen von kopiergeschützter Musik dahin.

Die Download-Plattform Wippit etwa bietet sowohl Stücke mit DRM als auch ohne. Laut eigenen Angaben verkauft das Portal nur jedes fünfte Lied mit Kopierschutz. Weiteres Beispiel ist Emusik hier werden vor allem Lieder unabhängiger Plattenfirmen feil geboten. Inzwischen ist Emusik in den USA die Nummer zwei hinter iTunes.