Neue EU-Initiative soll Spam-Flut stoppen

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Die Europäische Kommission hat ein Anti-Phishing-Projekt ins Leben gerufen. Ziel ist, in den kommenden drei Jahren neue Technologien zu entwickeln und die globale E-Mail-Infrastruktur besser zu schützen.

In einem Auswahlverfahren wurden für das Projekt mehrere Forschungs- und IT-Unternehmen ausgewählt. Mit dabei sind die Symantec Research Labs, die Fraunhofer-Gesellschaft, Nortel, die Katholieke Universiteit Leuven und Tiscali – sie erhalten nun Fördermittel für Forschungen zur Prävention von Phishing-Angriffen.

Die daraus hervorgegangenen Technologien sollen dann vor der Implementierung in einem Testlabor bei Tiscali erprobt werden. Koordiniert wird das Projekt vom Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme (IAIS) der Fraunhofer-Gesellschaft. Forschungsschwerpunkt des Instituts sind innovative Systeme für Datenanalyse und Informationsgewinnung.

Parallel dazu hat das britische Kontrollorgan FSE (Financial Services Authority) mehr Transparenz bei Phishing-Vorfällen gefordert. In Großbritannien hätten Phishing-Attacken inzwischen alarmierende Ausmaße angenommen: Innerhalb der vergangenen zwei Jahre haben die Vorfälle laut FSA um 8000 Prozent zugenommen. Im ersten Halbjahr 2006 sei dabei ein Schaden von 34,4 Millionen Euro entstanden. Im zweiten Halbjahr war es rund eine Million Euro weniger Schaden – das FSE macht bessere Erkennung und Gegenmaßnahmen für diesen Rückgang verantwortlich.