Unbezahlte Debian-Entwickler streiken

Management

Anfang Dezember hätte eigentlich eine neue Version der Linux-Distribution Debian auf dem Programm gestanden.

Dieser Termin hat sich jedoch verschoben, weil einige der freiwilligen Entwickler ihre Arbeiten an dem Projekt sehr stark zurückgefahren haben. Offenbar herrscht bei den Entwicklern Verärgerung darüber, dass nun aus Spendengeldern zwei Release-Manager bezahlt werden.

Andere Mitarbeiter bekommen offenbar kein Geld für ihre freiwillig erbrachten Leistungen. “Manche Leute, die bislang gute Arbeit geleistet haben, haben ihr Engagement sehr stark zurückgefahren”, kommentierte Andreas Barth, neben Steve Langasek einer der beiden Release-Manager.

Die beiden Manager beziehen von der Organisation Dunc-Tank.org Gehälter. Unter Dunc-Tank.org haben sich einige Debian-Entwickler zusammengeschlossen, um hier Mittel für die finanzielle Unterstützung für Freiwillige zu ermöglichen. Sie sollen sich ganz ihrer Aufgabe widmen können, so der Grundgedanke des Fonds. Erklärtes Ziel sei es auch gewesen, den beiden Release-Managern genug zu Bezahlen, damit beide sich ausschließlich um Etch, die nächste Version von Debian termingerecht abliefern zu können.