AMD und Intel sitzen am ‘grünen Tisch’

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Weil Datenzentren Strom ohne Ende fressen, diskutieren die ‘Rivalen im Geiste’ darüber wie dem Problem beizukommen sei.

Während eines Energiespargipfels in den Räumen der AMD-Zentrale waren sich die Beteiligten darüber einig, dass der Energieverbrauch in Rechenzentren reduziert werden müsse. Die Zahl der Server steigt ständig an, um den Anforderungen, die das Internet heute an Unternehmen stellt, gerecht zu werden. Neben den Chipherstellern nahmen Dell, Hewlett-Packard, Microsoft und Oracle sowie ein Vertreter der US-Energiebehörde (DOE) teil .

Obwohl die Hersteller versuchen, ihren Produkten weniger Energie-Hunger mit auf den Weg zu geben, reiche das noch nicht aus. Die Unterstützung der Regierung und überhaupt das Zusammentreffen von Regierung und Industrie sei schon ein großer Fortschritt. So hat der DOE-Vertreter angekündigt, den Herstellern bei der Entwicklung effizienterer Datenzentren zu helfen.

Im Silicon Valley machen sich immer mehr Anbieter und Organisationen für neue Stromsparmodelle stark. So engagiert sich auch die mit der Regierung kooperierende Environmental Protection Agency am IT-Standort und hat bisher zwei Treffen mit Computerherstellern organisiert, schreibt das Wall Street Journal.

Es sollte also tatsächlich etwas möglich sein. Wenn sich schon die beiden Erzfeinde AMD und Intel an einen Tisch setzen, dann könnte das auch andere Hersteller dazu bringen, mit ins Boot zu steigen und mit den Behörden zusammenzuarbeiten. Nichtsdestotrotz sagte ein Intel-Manager beim Betreten der AMD-Räume, dass es ein Gefühl wie bei der “Ankunft auf einem Klingonen-Schiff sei.”