Unternehmen geizen beim GPL-Code

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Linux wird bei immer mehr Unternehmen Realität. Es wird viel entwickelt, jedoch werden diese Verbesserungen meist nicht wieder zurückgegeben.

Das Marktforschungsinstitut Techconsult konnte bei einer Befragung von IT-Leitern belegen, dass der Einsatz von Linux und Open-Source-Software im Unternehmen zu nicht unerheblichen Kosteneinsparungen führen kann.

Viele dieser professionellen Anwender nehmen den offenen Code und passen ihn an ihre Bedürfnisse an, was durch die Lizenz der GPL (General Publik License) abgedeckt ist. Jedoch gaben von den 140 befragten IT-Managern immerhin 80 Prozent an, diese Veränderungen nicht an die Community wieder zurückgeben zu wollen, wie von der GPL gefordert.

Anders sieht es bei Software-Herstellern aus, die auf der Basis von offenem Code Programme entwickeln. Diese Hersteller können von der Unterstützung aus der Entwicklergemeinde teilweise sogar direkt für konkrete Produkte profitieren. Immer mehr setzt sich vor allem in großen Software-Unternehmen ein offenes, dezentrales Entwicklermodell durch, bei dem über unterschiedliche Abteilungen hinweg an Projekten gearbeitet wird.

Der Community gegenüber fair verhalten sich vor allem kleinere Unternehmen mit bis zu 99 Angestellten. Hier ist ein besonders hoher Anteil derer zu finden, die ihre Entwicklungen auch mit anderen teilen wollen. Vor allem die Motivation, Fehler auszumerzen stehe hier laut Techconsult im Vordergrund. Eine Rolle spielt offenbar auch der Ehrgeiz der Entwickler sich in der Community einen Namen zu machen.