Morse-Code zum Abschuss freigegeben

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In den USA ist die Pflicht, morsen zu können, für die Erlangung einer Amateur-Radio-Lizenz abgeschafft.

Doch die alte Zeichensprache, die aus langen und kurzen Silben besteht und bei vielen Gelegenheiten für Rettungssignale verwendet wird, hat Freunde.

Enthusiasten wollen das S.O.S. – eines der berühmtesten Morse-Wörter – der Silbensprache erhören und die Sprache retten. Ähnlich wie Latein die Sprache der Romanisten und humanistischen Bildungsfans sei, sei Morse die Sprache der Radio-Freaks. Verschiedene Clubs haben sich jetzt der Rettung verschrieben und bilden Lobbies.

Auch wenn weltweit kaum noch die Pflicht besteht, morsen zu können, um ein Amateurradio zu betreiben, galt in den USA bis vor kurzem noch, dass man zur Erlangung einer Lizenz 20 Wörter in der Minute senden und entziffern können musste. Zunächst wurde dies auf fünf Wörter abgesenkt, jetzt ganz abgeschafft. Für Morse-Fans wie die Amerikanerin Nancy Kott, Redakteurin des World Radio Magazine ist eines damit ganz klar: “Das ist ein weiteres Mosaiksteinchen der allgemeinen Verdummung in den Vereinigten Staaten.” Samuel Morse hatte 1833 den ersten Telegrafen gebaut, 1837 wurde ein erstes konstantes Signal aus zehn Zeichen zur Übermittlung von Informationen erfolgreich versendet. Seither entwickelt sich der Code.