Vistas UAC ist Grundlage für neues Symantec-Produkt

EnterpriseSicherheit

Symantec ist bekanntermaßen kein Freund von Vista. Kurz bevor der XP-Nachfolger auch für Endkunden auf den Markt kommt, hat der Sicherheitskonzern wieder Grund zur Klage und verspricht Abhilfe in Form eines eigenen Produkts.

Diesmal geht es um die UAC-Warnungen (User Account Control), die Symantec bereits während der Beta-Phase des Betriebssystems kritisiert hatte. Die Kontrolle der Benutzerkonten sei schwer zu handhaben und überhaupt verwirrend, sagt Rowan Trollope, Vice President of Engineering bei Symantec.

Gerade für weniger erfahrene Nutzer sei UAC schwer zu verstehen und störe zu sehr im normalen Arbeitsablauf, argumentiert Symantec. Für Administratoren in Unternehmen sei das Feature ebenfalls ein weiterer Grund für Kopfschmerzen. Das Tool bombardiere die Nutzer mit zu vielen Pop-ups, die eine schwer zu verstehende technische Sprache nutzen.

“Was wir von unseren Anwendern gehört haben, ist, dass UAC ziemlich viel Lärm macht und sehr viele Nachrichten für den Endnutzer bringt”, sagte Trollope. “Die Leute haben generell noch nicht viel Erfahrung mit dem Tool, aber wenn wir jemanden gesprochen haben, der die Beta-Versionen von Vista nutzt, hieß es in der Regel, dass das Tool irgendwie lästig ist.”

Die Gefahr sei, dass Anwender dazu neigen eine Funktion abzustellen, das zu viele Fragen stellt und nicht verstanden wird. “Wir wissen, dass die Leute das tun und das stellt ein Problem dar, weil niemand ein Türschloss will, dass offen gelassen wird, weil es zu kompliziert ist, es wieder aufzuschließen.”

Symantec will nun eigene Produkte entwickeln, die Vista-Nutzern dabei helfen sollen, das Tool zu verwalten. Konkrete Pläne gibt es noch nicht, aber anscheinend handelt es sich um Produkte, die selbstständig mit den Meldungen der UAC umgehen können und entscheiden, ob tatsächlich eine Interaktion des Anwenders notwendig ist.