Privatjets locken mit Sparpreisen

Management

Manager ist nicht gleich Manager. Der kleine aber feine Unterschied macht sich unter anderem dann bemerkbar, wenn Flugreisen gebucht werden. Gewinner ist, wer im Privatjet anreist. Und das geht jetzt zu Schnäppchenpreisen.

Denn Dank anwenderfreundlicher Online-Plattformen, immer reicheren Superreichen und zunehmenden Unannehmlichkeiten im kommerziellen Flugverkehr boomt der Markt. OneSky.com bietet jetzt One-Way-Flüge im Privatjet für 9500 Dollar. Das ist vergleichsweise günstig, kostet ein Flug im Privatjet im Normalfall schließlich schon mal 30.000 Dollar und mehr.

Dafür gibt es weder lästige Sicherheitschecks, noch überfüllte Flugplatz-Parkhäuser oder kleinliche Handgepäcksregelungen. Die meisten Privatjet-Passagiere bleiben allerdings mehrere Tage an ihrem Zielort, worauf das Flugzeug zum Heimatflughafen zurückkehrt – meist leer. In der Folge sind die rund 5000 US-Privatjets 40 Prozent der Zeit ohne Passagiere unterwegs.

Und genau diese Kapazitäten werden jetzt über OneSky.com weiterverkauft. Derzeit steigen pro Jahr rund 200.000 Menschen in den USA in den Privatjet. Tendenz steigend. Und gerade Reiche mit Geschäftssinn und einem flexiblen Zeitplan weichen gerne auf diese Art “Luxury-Last-Minute” aus.

Ein Wettbewerber von OneSky.com, Jets.com, lockt die Kunden derweil mit einem anderem Sparmodell. Über die Webseite können Interessierte ihre Fluganfrage eingeben – diese wird dann an 200 Betreiber von Privatflügen weitergereicht, die sich um die Passagiere bewerben. Mit möglichst günstigen Preisen versteht sich. “Seit Jets.com diesen Service im Angebot hat, sind die Einnahmen um 50 Prozent gestiegen”, sagt Firmen-CEO Nathan McKelvey. “Ich weiß nicht, ob es mehr wohlhabende Menschen gibt, aber es gibt viele Kunden, die neu auf dem Privatjet-Markt sind.”