Teleworking wird in USA zum Karriere-Killer

Management

Wer sich, aus welchen Gründen auch immer, für Telearbeit entschieden hat, wird gern bei Beförderungen übergangen.

Das ist zumindest das Ergebnis einer Untersuchung, die in Firmen in den USA durchgeführt worden ist. Die Marktforschungsfirma Korn/Ferry International hat sich auf Human Resources spezialisiert

Die Experten dort stellten fest, dass mehr als 60 Prozent der 1320 befragten Manager der Ansicht seien, dass Telearbeit die Karriere behindern könne. Die international tätigen Befragten gaben auch einen Grund dafür an: Die für die Karriere zuständigen Mitarbeiter oder die direkten Vorgesetzten, so hieß es, wollten ihre Kollegen um sich haben und sie direkt sprechen.

Im Gegensatz dazu steht aber die Aussage, dass 48 Prozent der Befragten sich selbst mit dem Gedanken tragen, mehr von Zuhause oder fern des Büros zu arbeiten. Sie schätzen demnach die Flexibilität und die gewonnene Zeit, die sie nicht unterwegs verbringen müssen, und die dadurch beispielsweise neuen Ideen für die Arbeit oder auch mehr Freizeit zugute kommen kann. Diesen Zugewinn schätzen sie also selbst höher ein als subjektiv empfundene Karrierechancen.

Mehr noch, 78 Prozent der Befragten gaben an, dass Teleworker mindestens ebenso produktiv sind wie ihre Kollegen im Büro, wenn nicht sogar produktiver. Firmen wie IBM haben dies bereits umgesetzt und flexible Arbeitswelten aus Teleworking, Gleitzeit und traditioneller Schreibtischarbeit bereits so in ihre Unternehmenskultur eingebaut, dass heute mehr als 300.000 Mitarbeiter ständig von einer andern Örtlichkeit als der Niederlassung aus arbeiten: von Zuhause aus, von unterwegs oder vom Kunden aus.