Feinstaub aus Druckern gefährdet Gesundheit

Management

Eine Studie unter “realen Bedingungen” zeigt die erheblichen Gesundheitsrisiken durch Bürodrucker.

Der Staub, der bei Laserdruckern und anderen Geräten, die mit Tonern arbeiten frei wird, könne laut einer Studie, die das Bundesamt für Risikobewertung in Auftrag gegeben hat, langfristig zu schwerwiegenden Gesundheitsschäden führen.

Laut dem Toxikologen Volker Mersch-Sundermann, der die Studie durchgeführt hat, könne beispielsweise beim Start eines Druckvorgangs schlagartig so genannter Ultrafeinstaub frei werden. Über die Lunge dringen diese Partikel dann bis in die Blutbahn. Dieser Staub setzt sich aus Ozon und verschiedenen allergiefördernden und teilweise hochgiftigen Schwermetallen wie Nickel-, Kupfer- oder Zinnverbindungen zusammen. 

Gegenüber der Frankfurter Rundschau erklärte der Gießener Forscher: “Die Zusammensetzung bereitet uns mehr Sorge als die hohe Konzentration.” Die gesundheitlichen Folgen würden eher langfristig auftreten. Akutreaktionen seien dagegen weniger bedenklich, glaubt Mersch-Sundermann.

Der direkte Kontakt mit Tonerstaub könne die Erbsubstanz schädigen, wie Versuche mit Lungenzellkulturen gezeigt hätten. Auch das Tumorrisiko erhöhe sich durch die Belastung mit dem Feinstaub aus dem Drucker, erklärte der Toxikologe weiter. Seine Untersuchung sei die erste, die unter realen Bedingungen durchgeführt wurde. Der Staub von Drucker-Tonern steht seit einigen Jahren unter Verdacht, gesundheitsschädlich zu sein. So wurde etwa vermutet, dass der Feinstaub Erkrankungen wie Asthma hervorrufen könne.