Adresspflege ist nicht mehr Hauptfehler bei CRM-Einführung

Management

Mit Fehlern bei der Adresspflege schlagen sich viele Mittelständler herum, die ein Customer Relationship System (CRM) eingeführt haben – doch das ist neuesten Zahlen zufolge nicht ihr größtes Problem dabei.

Immer noch, so eine Studie der Marktforscher von Experian, entstehen Kosten und Schäden durch nachlässiges Management dieser Daten, die manche Entscheider als das Herzblut ihrer Firmen bezeichnen.

So ist demnach 88 Prozent der Unternehmen die Höhe der Kosten unbekannt, die Rückläufer bei einem Mailing verursachen – die Anzahl der Rückläufer wird oft nicht einmal erfasst. Unternehmen nutzen zudem verschiedene Datenquellen für ihre Adressdatenbanken, sie haben die Aufnahme von Adressinformationen nicht standardisiert. Uneinheitliche und unvollständige Datensätze sind die Folge.

Ein weiteres Ergebnis: Die Unternehmen schenken der Datenbereinigung und dem Datenabgleich wenig Aufmerksamkeit. Mehr als ein Drittel (35 Prozent) der Unternehmen bereinigt Datenbanken lediglich einmal im Jahr; einige Unternehmen bereinigen sie gar nicht. Die befragten deutschen Unternehmen erreichen hier allerdings einen Spitzenwert: 78 Prozent bereinigen ihre Datenbanken monatlich oder sogar öfter.

Die weltweit durchgeführte Untersuchung belegte demnach, dass 34 Prozent der Unternehmen keinerlei Abgleich ihrer Datenbanken mit Mailschutzlisten vornehmen. In Deutschland sind solche Listen unter der Bezeichnung ‘Robinsonlisten’ bekannt. Sie enthalten Kontaktdaten von Personen, die ausdrücklich keine unaufgeforderte Werbung erhalten wollen. Lediglich 8 Prozent der befragten deutschen Unternehmen gaben an, mindestens einmal im Monat für den Datenabgleich auf Robinsonlisten zurückzugreifen.

Hersteller wie Sage und CAS Software begegnen solchen wachsenden Bedürfnissen nach umfassenderem CRM mit speziell zugeschnittenen Suiten. Da die Mittelständler in Deutschland schließlich mit genauso viel Recht heute mehr von ihrem CRM erwarten, gibt es mit ‘SageCRM 6’ beispielsweise eine neue Lösung für Anfänger und Erfahrene. Sie sollen die Suchfunktionen ebenso finden wie Trainingsabläufe und erweiterte Gruppierungsmöglichkeiten bei ausgebauter Back-Office-Integration. CAS kontert auf der CeBIT mit einer auf die kleineren Kunden zugeschnittenen Lösung: Die angepasste Suite ‘genesis World’ soll mit neuen Funktionen für präzise Dublettenprüfung sorgen, mit ‘Mobile Sync’ und ‘Mobile Access’ sollen Außendienstler das Tool problemlos nutzen können. Das wird auch für den Mittelstand immer wichtiger.