US-Bundesstaaten migrieren auf ODF

ManagementOffice-AnwendungenOpen SourceProjekteSoftwareSoftware-Hersteller

Zwei weitere US-Bundesstaaten könnten schon bald dem Vorbild von Massachusetts folgen und ebenfalls ODF einführen.

In Texas und Minnesota werden derzeit Gesetzesentwürfe verhandelt, die die Verwendung des Open Document Format (ODF) in staatlichen Organisationen und in der öffentlichen Verwaltung festschreiben sollen. Ab dem Sommer 2008 könnte in beiden Staaten das Gesetz etwa zeitgleich eingeführt werden.

Zwar werde im Gesetzestext nicht explizit das ODF-Dokumentformat gefordert, jedoch hätten die Volskvertreter bei dem Gesetzentwurf, der einen XML-basierten und quelloffenen Standard vorsieht, an das durch ISO zertifizierte Format gedacht, wie es aus informierten Kreisen heißt.

Damit würde Microsoft nach Massachusetts, wo seit diesem Jahr an einer Migration auf ODF gearbeitet wird, zwei weitere US-Bundesstaaten als Kunden verlieren. Microsoft hat mit Open XML, dem Dateiformat, das von Office 2007 unterstützt wird, ebenfalls versucht eine Art Gegenstandard zu etablieren. Inzwischen hat Microsoft auch einen Konverter für Office veröffentlicht, mit dem Office auch ODF-Dokumente verarbeiten kann.

Nun hat auch Sun Microsystems ein Plug-in für StarOffice als Beta-Version vorgestellt, das Suns Office-Alternative die Verarbeitung von Microsoft-Formaten erlaubt. “Organisationen können nun erwägen auf ISO/IEC 26300 Open-Document-Format umzusteigen und dabei auch sicherstellen, dass Mitarbeiter auch weiterhin mit Geräten arbeiten können, die nur von Microsoft-Legacy-Software untersützt wird”, so Rich Green, Executive Vice President bei Sun. ODF stelle sicher, dass auch in ferner Zukunft die Dokumente noch verwertbar sind.